Ein Hitzehöhepunkt nach dem anderen wurde am letzten Juni-Wochenende geknackt. Die Wetterstation Tempelhof hat mit 39.9 Grad den höchsten Wert Berlins gemessen. Und schon stehen die nächsten heißen Tage in der App. Von den Politiker*innen kein Wort dazu. Aber – wer hätte es gedacht: Es gibt tatsächlich einen Hitzeschutzplan für Berlin bzw. bezirkliche Hitzeschutzpläne – auch für unseren Kiez.
Der Hitzeschutzplan 2024 (HSP) für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg klingt auf den ersten Blick gut. Allerdings sind die meisten Maßnahmen nur geplant. Die Umsetzung scheitert u.a. an den fehlenden Vorgaben durch den Senat, wie was gemacht werden könnte und wer verantwortlich ist. Hinzukommt, dass die meisten Maßnahmen etwas kosten – und dem Bezirk ebenso wie dem Senat das Geld dafür fehlt.
Gucken wir mal genau hin:
Thermische Belastungen im Kiez
Laut HSP und den Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg (Stand 12/2023) gibt es nur in Lichtenrade ein paar Gebiete (sogenannte Planungsraumebenen), die thermisch gering belastet sind. Die heißesten Gegenden sind das Tempelhofer Feld, der Westen und Südwesten von Alt-Mariendorf sowie der östliche Teil von Marienfelde.
Gefährdete Gruppen
Besonders betroffen sind ältere, vor allem alleinlebende Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere, Menschen ohne Obdach, chronisch Kranke sowie Personen, die im Freien arbeiten. Außerdem: „Menschen, die in der Stadt leben.“
Also wir alle. Eine grandios neue Erkenntnis.
Was ist geplant im Gesundheitsbereich?
Vernetzung: durch Teilnahme an bezirksübergreifenden Gremien (z.B. AG Hitzeschutz des LAGeSo)
Öffentlichkeitsarbeit: Informationsveranstaltungen, Aktionen zum Hitzeaktionstag, Infomaterialien für vulnerable Gruppen
Schutz älterer Menschen: Verteilung von Flyern über Hausbesuchsdienste und Pflegeeinrichtungen, Übersichten zu Trinkwasserspendern und öffentlichen Toiletten
Schutz von Obdachlosen: Streetwork-Teams verteilen Wasser, Sonnencreme und Kopfbedeckungen; Anlaufstellen wie das „Bülow-Eck“ bieten Schutzräume
Kitas: Sonnenschutzfolien, Markisen, Verschattung, kostenloses Trinkwasser und Wasserangebote für Kinder
Infektionskrankheiten: Informationsveranstaltungen zum West-Nil-Virus, das sich durch den Klimawandel ausbreitet.
Maßnahmen in Schule, Bildung und Kultur
Geplant sind Trinkwasserspender in Kultureinrichtungen und Bibliotheken, Info-Aktionen in Bibliotheken und Volkshochschulen sowie ein Workshop im Kindermuseum zum Thema Hitze und Klimawandel.
Nicht geplant scheinen Klimaanlagen in Kitas, Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern.
Maßnahmen im öffentlichen Raum
Neupflanzung hitzeresistenter Bäume und Schaffung von Bauminseln Das dauert …
Schutz des Altbaumbestands, Reduzierung von Baumfällungen
Warum sollen dann am Te-Damm dutzende Bäume abgeholzt werden?
Entsiegelung von Flächen zur Verbesserung der Wasserversickerung
Schattige Bänke und hitzeschutzgerechte Spielplätze mit Wasserangeboten
Reduzierung der Gehwegpflege, damit Wildwuchs die Aufheizung von Pflasterflächen mindert
Das könnt ihr selbst tun
Nutzt die Berliner Erfrischungskarte. Sie zeigt kühle, windige und schattige Flächen in der Stadt, Sitzbänke, Trinkbrunnen etc.
Auf der Kühle-Orte-Karte findet ihr schattige Plätze und Trinkwasserbrunnen in eurer Nähe Link
Akteurinnen und Akteure des Berliner Gesundheitswesens haben sich im Aktionsbündnis Hitzeschutzzusammengetan, um berufsübergreifend über Hitzeschutzmaßnahmen aufzuklären und zu unterstützen.
Informiert euch über den Deutschen Wetterdienst zur Warnwetter-App.
Ein Hitzehöhepunkt nach dem anderen wurde am letzten Juni-Wochenende geknackt. Die Wetterstation Tempelhof hat mit 39.9 Grad den höchsten Wert Berlins gemessen. Und schon stehen die nächsten heißen Tage in der App. Von den Politiker*innen kein Wort dazu. Aber – wer hätte es gedacht: Es gibt tatsächlich einen Hitzeschutzplan für Berlin bzw. bezirkliche Hitzeschutzpläne – auch für unseren Kiez.
Der Hitzeschutzplan 2024 (HSP) für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg klingt auf den ersten Blick gut. Allerdings sind die meisten Maßnahmen nur geplant. Die Umsetzung scheitert u.a. an den fehlenden Vorgaben durch den Senat, wie was gemacht werden könnte und wer verantwortlich ist. Hinzukommt, dass die meisten Maßnahmen etwas kosten – und dem Bezirk ebenso wie dem Senat das Geld dafür fehlt.
Gucken wir mal genau hin:
Thermische Belastungen im Kiez
Laut HSP und den Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg (Stand 12/2023) gibt es nur in Lichtenrade ein paar Gebiete (sogenannte Planungsraumebenen), die thermisch gering belastet sind. Die heißesten Gegenden sind das Tempelhofer Feld, der Westen und Südwesten von Alt-Mariendorf sowie der östliche Teil von Marienfelde.
Gefährdete Gruppen
Besonders betroffen sind ältere, vor allem alleinlebende Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere, Menschen ohne Obdach, chronisch Kranke sowie Personen, die im Freien arbeiten. Außerdem: „Menschen, die in der Stadt leben.“
Also wir alle. Eine grandios neue Erkenntnis.
Was ist geplant im Gesundheitsbereich?
Maßnahmen in Schule, Bildung und Kultur
Geplant sind Trinkwasserspender in Kultureinrichtungen und Bibliotheken, Info-Aktionen in Bibliotheken und Volkshochschulen sowie ein Workshop im Kindermuseum zum Thema Hitze und Klimawandel.
Nicht geplant scheinen Klimaanlagen in Kitas, Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern.
Maßnahmen im öffentlichen Raum
Warum sollen dann am Te-Damm dutzende Bäume abgeholzt werden?
Das könnt ihr selbst tun
Nutzt die Berliner Erfrischungskarte. Sie zeigt kühle, windige und schattige Flächen in der Stadt, Sitzbänke, Trinkbrunnen etc.
Auf der Kühle-Orte-Karte findet ihr schattige Plätze und Trinkwasserbrunnen in eurer Nähe Link
Macht euch mit den Musterhitzeschutzpläne vertraut.
Akteurinnen und Akteure des Berliner Gesundheitswesens haben sich im Aktionsbündnis Hitzeschutz zusammengetan, um berufsübergreifend über Hitzeschutzmaßnahmen aufzuklären und zu unterstützen.
Informiert euch über den Deutschen Wetterdienst zur Warnwetter-App.
Ladet euch den Hitzeschutzplan des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg als PDF herunter.
Informiert euch auf der Bezirksseite Hitzeschutz in Tempelhof-Schöneberg.
//ks. Fotos von K. Schwahlen lizensiert unter CC BY-SA 4.0